„Du hast angefangen!“ – „Nein, du!“

„Dann schreibst du eben die Hausordnung ab!“

Solche, oder ähnliche Aussprüche sind das alltägliche Brot im Miteinander eines Schulalltages, denn täglich kommt es zu Konflikten.

„Wie schade... “, dachten wir uns vor einigen Jahren, als die Kolleginnen und Kollegen über die Schwerpunkte unseres Schulprofils nachdachten, „...wie schön wäre ein emotional harmonisches Zusammenleben.“

Die Entwicklung einer „Kultur des Miteinanders“ ist doch ein so bedeutsamer Aspekt des Schul- und  Gemeinschaftslebens.

Er erschien uns so wichtig, dass er zu einem wesentlichen Standbein unserer Schule werden sollte.

Soziales Lernen hieß die „Zauberformel“.

Selbst die Berliner Rahmenlehrpläne der Grundschule betonen die Wichtigkeit der sozialen und der personalen Kompetenz.

Aber was beinhalten diese großen Worte und wie sind sie gar im  Unterricht umzusetzen?

Um diese Fragen zu klären, veranstalteten wir einen Studientag zu diesem Thema, erklärten eine Wochenstunde zur Sozialen Lernstunde um, erschufen die Fachkonferenz „Soziales Lernen“, erarbeiteten ein schulinternes Curriculum zum Klassenrat, entwickelten einen Maßnahmenkatalog.....

Einen besonderen Mittelpunkt nimmt in diesem Rahmen die kontinuierliche Entwicklung des allwöchentlich stattfindenden Klassenrats ein, in dem die Schüler und Schülerinnen und Lehrer und Lehrerinnen soziale Verhaltensweisen erproben und erspüren.

Hier wird neben der Aufarbeitung von Konflikten, der demokratischen Einführung von Regeln und Ritualen,  den Spielen und Übungen zur Förderung der Kommunikation und Kooperation, einfach gemeinsam gelebt: mit den Schwächen und Stärken, mit Erfolgen und Misserfolgen,  mit Fragen und Wünschen, mit Genuss und Ängsten, mit Vertrauen und Gefühl ... mit Verantwortung.

Sind wir nun eine Schule ohne Konflikte?

Nein, natürlich nicht ... aber im Sinne einer demokratischen Schulkultur üben wir verstärkt und mit Herz eine soziale Haltung für das Ganze zu erlernen, ein Wir-Gefühl zu kultivieren.