... hier schaffen wir Raum für die Fragen der Kinder nach dem Woher, Wozu und Wohin des Lebens.

Das Angebot des Religionsunterrichts richtet sich an alle Kinder – weder Vorkenntnis-se noch Kirchenzugehörigkeit sind Bedin-gungen für die Teilnahme - und das gilt so-wohl für den katholischen als auch für den evangelischen Religionsunterricht.

 

Seit dem Bestehen unserer Schule hat der Religionsunterricht einen festen Platz im Stundenplan. Die meisten Eltern nutzen die-ses freiwillige Angebot für ihre Kinder.

 

Hier finden die Kinder Zeit und Muße beim Lernen mit allen Sinnen. Sie können ihre Sicht der Welt mit der Weltsicht der an-deren Kinder reflektieren und dabei sicher sein, dass ihre Sichtweise ernst genommen wird. Sie können die Bedeutung der biblischen Überlieferungen mit ihrer Lebenswirklichkeit in Bezug bringen und ausprobieren, ob sie für sich einen Sinn finden. Die Kinder können menschliche Grenzerfahrungen wie Ängste, Leid, Trauer und Tod hier ansprechen und im Unterricht Wege finden, wie sie verantwortungsvoll damit umgehen.

 

Ich bin ein Wunschkind-Abrahamerzählung

Der Religionsunterricht versucht auch, zum Verständnis und zur Achtung anderer Menschen, Kulturen und Konfessionen beizutragen. Somit öffnet er Türen zu anderen Fächern und hat Aneil an der Gestaltung des Lebensraumes unserer Schule.
Im Unterricht wird gesungen und gelacht, erzählt, gespielt und gebastelt, miteinander geredet, gemalt und Unterricht auf dem Friedhof gestaltet, Feste werden gefeiert und Ausflüge unternommen. Wie die unterschiedlichen Schnecken auf dem Bild ihr Eigenes (Haus) mitbringen, machen sich im Religionsunterricht die Kinder gemeinsam mit der Lehrerin auf den Weg, um Antworten auf Fragen zu suchen, die sie bewegen. Dazu bringt jeder das Seine mit.

 

In der Bibel wurden viele Geschichten gesammelt, die vom Leben erzählen. Manche davon sind spannend, andere traurig, wieder andere erzählen von Liebe und Freundschaft. einige sind unglaublich! Von alledem ist im Religionsunterricht die Rede.

 

Unterricht auf dem Friedhof

Als Religionslehrerinnen unserer Schule halten wir religiöse Kompetenz in einer pluralistischen Gesellschaft eine unverzichtbare Bildungsfüraufgabe. Unsere Gesellschaft und Kultur sind auch geprägt von christlich begründeten Überzeugungen und Traditionen, die sichtbar werden in Literatur, bildender Kunst, Musik und Architektur, im Rhythmus des Kalenders, im Recht als auch in den Medien. In der Auseinandersetzung mit diesen christlichen Wurzeln versucht der Religionsunterricht gemeinsam mit den Kindern Geschichte zu verstehen und überzeugende Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Nicht zuletzt soll dabei auch die Sprachfähigkeit der Kinder im Blick auf Religion gefördert werden und einen Beitrag leisten, die Kinder fit fürs Leben zu machen. Im Hinblick auf dieses Leitmotiv unserer Schule soll auch weiter-hin ein grundlegender Baustein des Religionsunterrichts bleiben, den Schülern immer wieder Raum und Zeit für ihre eigenen Lebens- und Sinn-Fragen zu geben, sie immer wieder zu ermutigen, ihre Fragen zu formulieren, mögliche Antworten wie-der in Frage zu stellen und Fragwürdiges zu entdecken. Dieser Prozess soll bei allen möglichen Antworten, die in der Geschichte gegeben wurden und gegenwärtig gegeben werden, ein offener Prozess bleiben, an dem sich zu beteiligen die Schüler befähigt werden sollen.

 

Inge Kronfeldt